3 Fragen – 3 Antworten: Kärntner Spieletage ’09

5 11 2009

Diesmal in unserem beliebten Interview-Auszug: Magª Dagmar Kasebacher, ihres Zeichens Obfrau des Vereines IG Spiel mit!, der alljährlich die Kärntner Spieletage organisiert.
Zum gesamten Interview bei Spieletest.at

 

Spieletest.at: Das Jahr 2009 stellt sich ja als jenes mit der größten wirtschaftlichen Krise seit der großen Weltwirtschaftskrise von 1929 dar. Sind die Auswirkungen auch bei den Vorbereitungen auf die Kärntner Spieletage spürbar, konkret gesprochen: Wird es dieses Jahr weniger Aussteller als in den Vorjahren geben? Und rechnen Sie auch in diesem Jahr, wie in den Jahren zuvor, mit durchschnittlich 10.000 Besuchern oder gehen Sie diesmal von einer geringeren Zahl aus?

Dagmar Kasebacher: Wir müssten lügen, wenn wir sagen würden, dass die Wirtschaftskrise die Kärntner Spieletage `09 unberührt ließe. So müssen wir heuer das erste Mal seit 17 Jahren auf die Unterstützung von einigen Firmen verzichten, die seit jeher den Kärntner Spieletagen die Treue hielten. Doch wer meint, dass wir die Hände in den Schoß legen und mit einem Nichtstattfinden der Spieletage `09 spekulieren, der irrt gewaltig. Vielmehr könnte man sagen, dass damit das Spiel „Wir organisieren – jetzt erst recht“ hier seinen Anfang genommen hat und wir sind der festen Überzeugung, dieses Spiel auch zu gewinnen!

Da wir auch heuer wieder trotz stetig steigender Preise auf allen Gebieten von einer Erhöhung der Eintrittspreise absehen, hoffen wir auf eine gleichbleibende Anzahl von Besuchern, welchen wir auch heuer wieder frohe Stunden beim Spiel und Spielen bereiten können.

Spieletest.at: Wo sehen Sie die Spielwelt in 10 Jahren; werden traditionelle Gesellschaftsspiele wie Brett- und Kartenspiele dann ausgestorben und stattdessen nur mehr elektronische Spiele vorherrschend sein?

Dagmar Kasebacher: Bereits Platon sagte: „Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennen lernen als im Gespräch in einem Jahr.“
Spielen war und wird immer in der Natur des Menschen bleiben – um das Gegenüber kennenzulernen, um sich selbst kennenzulernen oder einfach um gemeinsam vergnügliche Stunden zu verbringen. Ob das nun bei Brett- oder Computerspielen geschieht, ist nebensächlich.

Ich persönlich denke, dass die Entscheidung zwischen Computer- und Brettspielen nicht zwangsläufig zu einem „entweder-oder“ führen muss – beide Seiten strahlen Begeisterung aus! Diese Begeisterung ist seit Jahren bei den Kärntner Spieletagen zu spüren.

Spieletest.at: Was wünschen Sie sich persönlich für die diesjährigen Kärntner Spieletage und für ihre Besucher?

Dagmar Kasebacher: Ich wünsche mir 3 verspielte Tage an denen sich alles nur um die Freude am Spiel und Spielen dreht.


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